Afrika besser verstehen
Warum mussten Afrikas Befreiungsbewegungen versagen?
Von: Imfeld, Al
Grüne Kraft, 44 S., m. Abb, geh., 5,00 €
ISBN: 978-3-922708-08-0
Warum fällt es uns so schwer, ‘Afrika’ zu verstehen?
Warum wurde der Sieg über den Kolonialismus zu keiner wirklichen Befreiung
der Menschen? Unabhängig wollte man werden - ohne Visionen fürs danach zu
haben. Fanon hatte praktisch vorausgesagt, dass die Kämpfer einer solchen
Bewegung am Ende im Kopf den Kolonialisten so stark verankert haben
würden, dass sie schlussendlich den Kolonialisten überdimensional
kopieren, war denn also eine Befreiung eine Irreführung?
Warum finden sich unter Afrikas Diktatoren so viele Klosterschüler? Warum
haben siegreiche Befreiungsbewegungen die Kolonialgrenzen beibehalten?
Warum kehrten sie zur Belohnung und nicht in die Wirklichkeit zurück?
Warum hat in keiner Befreiungsbewegung Afrikas - nie und nirgends - eine
Frau eine Rolle gespielt?
Autor Al Imfeld:
„Seit Mitte der 1950er Jahre habe ich alle Befreiungsbewegungen in Afrika
zunächst als ‘Missionar’ (im Geiste MLKings) und später als Journalist
kennen gelernt. Ich habe wohl als Letzter (begleitet von Ferdinand
Luthiger) Kenyatta interviewt. Mugabe, Nkomo und Sithole sassen bei mir in
Zürich im Wohnraum. Algerien und Namibia haben gemeinsam, dass die
nachfolgenden Führer sich ziemlich diktatorisch verhielten. Die ANC sah
ich genauso wie die FRELIMO als 2 Bewegungen, die sich dauernd beobachtet,
ausspioniert und unterwandert fühlten und sich dementsprechend
verhielten.... Aus meinen Kontakten und Beobachtungen versuche ich hier
ein politphilosophisches Destillat über Befreiungsbewegungen in Afrika
während des Kampfes und nach der Befreiung zu schreiben.“
In diesem Heft finden Sie Antworten auf obige Fragen
1. Teil: Afrikanische Befreiungsbewegungen:
eine kurze Übersicht - Land für Land
2. Teil: Analyse -
Etwas zu den Übervätern der Revolution