Segen und Fluch des Geldes in der Geschichte der Völker Bd. 1
Von: Schwarz, Fritz
Synergia Verlag, 2010, 300 S., geb., 24,90 €
ISBN: 978-3-940392-03-9
Fritz Schwarz Hauptwerk über die Geschichte des Geldes.
Aus der Geschichte können wir lernen, dass der Aufstieg von Hochkulturen meist unmittelbar mit der Benutzung von Zahlungsmitteln zusammenhängt. So resultiert auch der Niedergang einer Kultur meist aus Fehlentwicklungen bei der Geld-Benutzung. Geld sollte ein Tauschmittel sein, es kann nicht "arbeiten" und Zinserträge bringen, ohne dass dies nachhaltig schädigende Auswirkungen auf die Volkswirtschaft hat.
In Zeiten der Globalisierung haben wir eine Weltwirtschaft, die die Auswirkungen von Fehlentwicklungen auf dem Finanzmarkt auch global spürbar werden lässt. Heute sind nicht nur einzelne Volkswirtschaften bedroht, sondern die Weltwirtschaft droht zusammenzubrechen und die Menschheit als solche ist in Ihrer Hochkultur bedroht.
Eine Rückkehr zur Tauschwirtschaft ist kein Ausweg - auch das wird in dem vorliegenden Buch klar. Der Zins ist nicht die Wurzel allen, aber dennoch vielen Übels. Hypotheken und die Tatsache des Bodeneigentums spielen eine wichtige Rolle.
Lernen Sie mithilfe dieses Buches die Zusammenhänge zwischen Finanzwirtschaft, Zinsen, Hypotheken sowie Kapital- und Warenströmen mit der Volkswirtschaft verstehen.
"Der Stil des vorliegenden Buches über die Geschichte des Geldes ist
geprägt von dieser Mischung aus überzeugtem Engagement und pädagogischem
Wohlwollen. Das macht es neben seinem informativen Gehalt
spannend zu lesen. Und dass die provokativen und umstrittenen Ideen
von Schwarz nicht nur naive Utopien sind, sondern durchaus Realitätsbezug
aufweisen, zeigt sich nicht nur daran, dass die Schweiz schon vor
längerem Gesetze gegen die Bodenspekulation einführte. International
werden ebenfalls einzelne Ideen der Freiwirtschaft neu debattiert und
teilweise sogar angewendet. So haben Regierungen teilweise erkannt,
dass der Geldfl uss in der Wirtschaft nicht versiegen darf. Auch der prominente
Globalisierungskritiker Joseph Stiglitz warnt vor der Verknappung
des Geldes. Denn Wirtschaftskrisen treff en die sozial Benachteiligten
am härtesten. Diese haben keine Geldreserven, von denen sie zehren
können. Während einzelne Reiche etwas vom vielen Geld verlieren und
narzisstisch gekränkt sind, sind für die Armen schon geringfügige Einbussen
existenzielle Bedrohungen. Die aktuelle Situation zeigt deutlich,
wie weit wir von einer Gesellschaft entfernt sind, in welcher soziale Ungleichheiten
strukturell verhindert werden. Das war das Anliegen von
Schwarz. Dafür setzte er sich ein. Sein Engagement für eine bessere Welt
beeindruckt, unabhängig davon, wie stimmig und hilfreich seine Lehren
der Freiwirtschaft waren und sind."
Aus dem Vorwort von Ueli Mäder und Simon Mugier
Über den Autor:

Fritz Schwarz wurde am 1. Mai 1887 im Obertal bei Zäziwil als fünfzehntes Kind des Emmentaler Bauern Johannes Schwarz
und dessen Ehefrau Anna Elisabeth Kiener geboren. Von 1894 bis 1902 besuchte er die Primarschule im Obertal und danach
bis 1906 die staatlichen Lehrerseminare in Hofwil und Bern. Anschließend war er in Arni bei Biglen als Primarlehrer tätig,
bis er 1909 nach Ostermundigen übersiedelte, von wo aus er Vorlesungen an der Berner Universität besuchte. 1910 heiratete er
Anna Zaugg; sie schenkte ihm die Töchter Anny und Hedy. - Nach nur drei Semestern Studium erwarb er sich das Sekundarlehrerpatent
und wurde 1912 als Sekundarlehrer nach Schwarzenburg gewählt, wo er bis 1919 wirkte. Daneben begann er seine journalistische
Tätigkeit, durch die er 1917 Redaktor der «Freistatt» wurde, aus der dann später die «Freiwirtschaftliche Zeitung» und in neuerer
Zeit «Freies Volk» entstanden. Außerdem redigierte er die «Schulreform» und wurde mit der Leitung des von Professor
Dr. Ernst Schneider gegründeten «Pestalozzi-Fellenberg-Hauses» betraut, dem Bildungszentrum für pädagogische und volkswirtschaftliche
Reformen. Daneben war er der Leiter des Pestalozzi-Fellenberg-Verlages, in dem er unter anderem Werke von C. A. Loosli,
Alfred Fankhauser und Standardwerke der Freiwirtschaft herausbrachte. Während dieser Zeit wurde Fritz Schwarz Sekretär des
«Schweizerischen Freiwirtschaftsbundes». 1929 schloß er seine zweite Ehe mit Elly Glaser, in der die Kinder Ruth und Hans geboren
wurden. - Von 1934 bis Mal 1958 war er Mitglied des Berner Großrates und seit 1936 auch Mitglied des bernischen Stadtrates.
Außerdem war er Präsident der stadtbernischen Abstinentenvereine und von 1954 bis 1957 auch Präsident der Internationalen
Freiwirtschaftlichen Union. Fritz Schwarz starb infolge eines akuten Herzinfarktes am 17. November 1958.
„Fritz Schwarz bleibt unvergessen: Sein Werk lebt und hilft mir zu denken und zu kämpfen.“
Jean Ziegler
Weitere Informationen, siehe:
www.fritzschwarz.ch
zum Thema: Die Geheimloge der Banker (Lukas Hartmann im Tagesanzeiger)
Artikel der Zeitung "Tagesanzeiger" vom 13.11.2008
Artikel der Zeitung "SonntagsBLICK" zur Finanzkrise vom 15.03.2009 - Teil 1
Artikel der Zeitung "SonntagsBLICK" zur Finanzkrise vom 15.03.2009 - Teil 2
Schaufenster mit Fritz Schwarz Büchern in der Buchhandlung Bodmer
Schaufenster mit Büchern von Fritz Schwarz
Sendung über Fritz Schwarz vom Schweizer Radiosender DRS1
Zeitungsartikel über Fritz Schwarz im Züriberg, Ausgabe Nr. 1 vom 6. Januar 2011