Symmetrien in Physik und Harmonik
Von: Kolk, Dieter
Synergia Verlag, 2006, 26 S. mit Grafiken, DIN A 5 Heft, 7,50 €
Wir freuen uns, hiermit ein weiteres kleines, feines Stück der Harmonikforschung anbieten zu können.
Aus dem Nachwort des mittlerweile bekannten Harmonik-Autors:
Ich habe diese Studie neu gedruckt, um sie denjenigen zur Verfügung zu stellen, die sich vor allem für die naturwissenschaftliche Seite der Harmonik interessieren, aber nicht die Muße haben, sich durch mein Buch hindurchzuarbeiten, das ja auch umfangreiche Kapitel zur philosophischen und symbolischen Seite der Harmonik enthält.
Dieses Büchlein stellt die Idee eines tonalen Elementarteilchenmodells zur Diskussion. So wie man "anschauliche" Modelle braucht, um mathematisch formulierte Naturgesetze im Rahmen überkommener Vorstellungen interpretieren zu können, wird hier ein "anhörliches" Modell versucht. Eine der ganz erstaunlichen Parallelen zwischen physikalischen Gesetzmäßigkeiten und unserer Tonordnung führt auf eine Isomorphie zwischen einer wichtigen Symmetriegruppe in der Physik und der Dur-Moll-Akkordik unserer Musik.
Aus dem Inhalt:
- Ein akustisches Modell für Elementarteilchen? (Symmetrie im Tonraum; Auswahlregeln; Intervall und Tonstufe)
- Teilchen und Antiteilchen
- Feld und Teilchen (Virtuelle Teilchen; Lokale Symmetrie)
- Symmetriebrechung (Dur- und Moll-Dreiklang)
- Innere Symmetrien (Akkordsymmetrie)
- Schlussbetrachtungen
- Nachwort
Über den Autor:

Dieter Kolk, geb. 1936, besuchte Gymnasien in Coburg
und Nürnberg und studierte in Erlangen Altphilologie.
Er promovierte bei Professor R. Merkelbach über ein Thema
zum Apollonkult. Seit 1964 unterrichtete er bis zu seinem
Ausscheiden aus dem Dienst 1995 am Leibniz-Gymnasium
in Altdorf bei Nürnberg die Fächer Latein und Geschichte,
gelegentlich aber auch Ethik und Mathematik, und hielt
Kurse zur Altertumskunde und verwandten Themen, wobei
auch die Harmonik Berücksichtigung fand. In den 1970er
und 80er Jahren engagierte er sich im Bund Naturschutz in
Bayern, wo er seine Hauptaufgabe im Kampf gegen den
forcierten Ausbau der Atomenergie sah. - In seinem Ruhestand
beschäftigt er sich mit dem Thema Schriftgeschichte
und Typographie.
Schon seit 1962 war Kolk mit der Harmonik bekannt geworden
und stand mit Hans Kayser bis zu dessen Tod 1964 in Briefwechsel.
In langen Jahren intensiver Beschäftigung damit hielt er
zahlreiche Vorträge zu harmonikalen Themen und fand -
auch in der Auseinandersetzung mit R. Haase, dem einzigen
Lehrstuhlinhaber auf diesem Gebiet - zu einem neuen und
vertieften Verständnis des Werks von H. Kayser, wie er es
dann in seinem Buch "Zahl und Qualität" (1995) niederlegte.